Die Weltkarte der Genossenschaften

Im 2019 neu gestalteten Versammlungsraum werden die Besucher durch eine Weltkarte begrüßt, die etwas zur Verbreitung der Genossenschaftsidee aussagt. Die Überschrift lautet: „Eine Idee geht um die Welt …“. Diese ist, ebenso wie ein Haupttext, zusätzlich in einer englischen Übersetzung enthalten. Bestimmte Genossenschaftsgründungen gehen direkt auf Hermann Schulze-Delitzsch zurück, so dass man sagen könnte, es war auch eine Delitzscher Idee, die um die Welt ging. Aber eben nicht nur! Denn an vielen Orten nahezu gleichzeitig, so etwa in Rochdale (Vereinigtes Königreich) oder in Flammersfeld (durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen) entstanden frühe genossenschaftliche Gründungen.

Die Weltkarte der Genossenschaften hebt hervor, dass es heute rund 800 Mio. Menschen als Genossenschaftsmitglieder gibt. Das entspricht etwa 10 Prozent der Erdbevölkerung. Vordenker wie Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich W. Raiffeisen sorgten dafür, dass diese Idee Mitte des 19. Jahrhunderts geprägt und weit verbreitet wurde. Heute sind in der International Co-operative Alliance – einer Dachorganisation – Genossenschaften aus mehr als 100 Ländern vertreten. Genossenschaften gibt es aber nicht nur dort, sondern in nahezu allen Staaten der Welt. An neun Länderbeispielen zeigen wir, welche nationalen Besonderheiten es auf diesem Gebiet gibt. Dazu kann der Besucher bei Interesse Kreise aufschieben und jeweils einen Vorstellungstext lesen. Wir haben folgende Beispiele aus sechs Kontinenten ausgewählt: USA; Mexiko, Bolivien, Kenia, Russland, Japan, Indien, Australien und Deutschland. Die Weltkarte ist durch unsere Leipziger Gestalter INSEL+MEILE Museumskulturen sowie Urban & Urban in einer sehr anspruchsvollen, erhaben montierten Holzkonstruktion geschaffen worden. Ein echter Hingucker, wie wir finden!

 

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