Das besondere Ausstellungsstück! (2)

Hermann Schulze-Delitzsch engagierte sich nach 1850 bei der Neugründung vieler Genossenschaften und verbesserte stetig seine Genossenschaftsidee. Er gilt als Vorbereiter des ersten Genossenschaftsgesetzes, das 1867 (zunächst) in Preußen in Kraft trat.

In der oberen Etage befindet sich zur rechten Hand ein roter Salon, der die Tätigkeit Schulze-Delitzschs als Abgeordneter in Preußen und im Deutschen Reich vorstellt. Im Zentrum des Raumes befindet sich ein imposantes Möbelstück aus der Biedermeier-Zeit: ein Steh-Sekretär aus Maserbirken-Furnier und Leisten aus Mahagoni.

Auf dem Sekretär liegen unter Glas Kopien eines Briefes von Schulze-Delitzsch. Er pflegte, recht groß und mit Schwung zu schreiben. Vielleicht wurde das Schreiben auch in Eile verfasst. Datiert ist es leider nicht. Was ist dort zu lesen? Er unterrichtet einen Genossenschaftler namens Dr. Leching in Berlin über Folgendes:

„Ich bitte, die Cooptirten [Genossenschaftler] zu benachrichtigen – Streicherberg nebst Victoriastraße 29 b. Ich gehe Freitag Nachmittag nach Potsdam.“ Im Folgenden wird noch die Frage einer genossenschaftlichen Organisationskommission erwähnt. Am Ende unterzeichnet der Verfasser schlicht mit „Schulze“. Der originale Brief befindet sich im Bestand des Museums Barockschloss Delitzsch.

 

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