01.12.1849: Gründung der ersten gewerblichen Genossenschaft

Im Haus der Familie Brendecke gründeten 57 Schuhmacher am 01.12.1849 auf Initiative von Hermann Schulze-Delitzsch die erste gewerbliche Genossenschaft der Welt.

Spätestens mit der einsetzenden Industrialisierung und seit der flächendeckenden Einführung der Gewerbefreiheit in den deutschen Ländern mussten Handwerker und Gewerbetreibende Alternativen suchen, um konkurrenzfähig zu Massenproduktionen und Großindustrie zu bleiben. Kleineren Handwerksbetrieben fehlte zumeist das Kapital für dringend notwendige Investitionen oder aber auch für Rohstoffe. Durch den Zusammenschluss zu einer Genossenschaft konnte die wirtschaftliche Existenz der Schuhmacher gesichert werden.

Seit 1992 befindet sich in diesem Gebäude das Deutsche Genossenschaftsmuseum, ab 1998 unter Trägerschaft der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft.

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