Informationen

Gerhard Schaaf während des UNESCO-Empfangs, Dezember 2016.
Gerhard Schaaf im Mai 2016 während einer Ausstellungseröffnung.

Gründungsmitglied Gerhard Schaaf verstorben

 

Am 11.07.2017 ist unser Gründungsmitglied Gerhard Schaaf verstorben.

Gerhard Schaaf machte sich um die genossenschaftliche Kreditwirtschaft in Delitzsch verdient und trug die Ehrennadel in Gold des DGRV. Er unterstütze bis zuletzt die Vereinsarbeit und war ein immer gern gesehener Gast auf unseren Veranstaltungen.

Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feierliche Urkundenübergabe in der DZ Bank in Berlin am 11.05.2017 © David Ausserhofer
Prof. Dr. Maria Böhmer (Staatsministerin im Auswärtigen Amt) © David Ausserhofer
v.l.n.r.: Prof. Dr. Christoph Wulf (Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission), Dr. Axel Viehweger (Vorsitzender der Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft), Stefan Krawielicki (Botschafter bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO), Dr. Manfred Wilde (Oberbürgermeister der Stadt Delitzsch), Prof. Dr. Verena Metze-Mangold (Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission), Werner Böhnke (Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e.V.), Prof. Dr. Maria Böhmer (Staatsministerin im Auswärtigen Amt), Josef Zolk (stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft) © David Ausserhofer

Offizielle Urkundenübergabe zur Aufnahme der Genossenschaftsidee in die UNESCO-Liste

 

Am 11.05.2017 überreichte Staatsministerin Maria Böhmer in Berlin offiziell die UNESCO-Urkunde zur Aufnahme der Genossenschaftsidee in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“. Staatsministerin Böhmer betonte, dass alle Beteiligten Geschichte geschrieben haben, denn es war der erste Vorschlag Deutschlands, der dann auch noch erfolgreich aufgenommen wurde.


Die Vorsitzenden der Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft sowie der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft nahmen die Urkunde in Empfang. Die Gesellschaften setzten sich gemeinsam für die Nominierung der Genossenschaftsidee ein – von der Antragsstellung für die nationale Liste, bis zur Entscheidung in Addis Abeba im November letzten Jahres. Insgesamt dauerte der Prozess vier Jahre.


Dr. Volker Wissing, stellvertretender Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz sowie Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, machten beide deutlich, wie stark die Genossenschaftsidee in den einzelnen Ländern verankert ist und wie man sich dem Erbe stellt. Ein schönes Beispiel hierfür ist die genossenschaftliche Schule „Raiffeisen-Campus: Die Zukunftsgestalter eG“. Aber nicht nur die Schule ist eine Genossenschaft, sondern auch die Schüler betreiben eine eigene Schülergenossenschaft.


Nachdem die Schülerinnen und Schüler ihr Verständnis von Genossenschaft und den damit verbunden Werten vorgestellt haben, unterhielt sich Prof. Dr. Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, abschließend mit Praktikern aus der Genossenschaftswelt. Alle waren sich am Ende einig, wie wichtig es ist, diese Auszeichnung nicht nur anzunehmen, sondern sich auch weiter für den Erfolg der Genossenschaftsidee einzusetzen. Viele Anregungen wurden an diesem feierlichen Nachmittag gegeben.

Zum Herunterladen unserer PM klicken Sie hier.

Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie hier:
http://www.unesco.de/presse/pressefotos/urkundenuebergabe-genossenschaften.html

http://www.unesco.de/kultur/2017/staatsministerin-maria-boehmer-hat-unesco-urkunde-an-genossenschaftsvertreter-ueberreicht.html

 

 

 

Beschränkte Ausschreibung

 

Erstellung Marketingkonzeption inklusive Corporate Design, Logo und Homepage für Schulze-Delitzsch-Haus Deutsches Genossenschaftsmuseum

Die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft sucht einen Dienstleister, der ein Marketingkonzept mit Markenbildung und Markenauftritt (CD) sowie moderner Kommunikationsstrategie (Website, Online-Kommunikation über Social Media) entwickelt und umsetzt.

Die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft e. V. hat die Aufgabe, das kulturelle Erbe des Genossenschaftspioniers Hermann-Schulze-Delitzsch zu erhalten und seine Inhalte zu vermitteln. Hierzu betreibt der Verein in der Delitzscher Kreuzgasse 10 mit dem Deutschen Genossenschaftsmuseum – Schulze-Delitzsch-Haus einen historischen Ort, welcher für die weltweite Genossenschaftsbewegung von herausragender Bedeutung ist.

Auf Antrag unseres Vereins und der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft wurde die in unserem Haus vermittelte Genossenschaftsidee, die Hermann-Schulze-Delitzsch in der Region praktisch und theoretisch entwickelte, Ende 2014 auf die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes Deutschlands aufgenommen. Seit dem 30. November 2016 findet sich die „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ auf der repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO als erster und einziger deutscher Vertreter wieder. Damit befindet sich in der Region ein zentraler Ort, der für diese, jetzt von der UNESCO explizit geschützten Idee, steht und damit touristisch für die gesamte Region eine attraktive kulturelle Einrichtung mit überregionaler Strahlkraft darstellt.

Um die Bekanntheit der Genossenschaftsidee sowie von Hermann Schulze-Delitzsch zu steigern und die damit verbundenen Werte besser zu vermitteln, bedarf es einer breiten Öffentlichkeitsarbeit, welche heute ohne die Nutzung moderner Kommunikationskanäle und einem modernen Erscheinungsbild nicht möglich ist. Die Erhöhung des Bekanntheitsgrades von Hermann Schulze-Delitzsch und damit der Genossenschaftsidee stellt ein Mehrwert für die Region Delitzscher Land dar, denn die Zielgruppen sind breit gefächert: Schüler, Auszubildende, Tagestouristen, Genossenschafter (In- und Ausland), aber eben auch die Delitzscher und die Menschen in der nahen Umgebung.

Details zur Ausschreibung entnehmen Sie bitte der Leistungsbeschreibung.

Die Umsetzung soll bis zum 30.09.2017 erfolgen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den leitenden Kurator Philipp Bludovsky (philipp.bludovsky@genossenschaftsmuseum.de). Stichtag für Angebote ist der 08.04.2017 (Poststempel).

 

 

 

22. Delitzscher Gespräch

 

Die Aufnahme der Genossenschaftsidee auf die repräsentative Liste der UNESCO des immateriellen Kulturerbes der Menschheit ist ein starkes Zeichen für die internationale Gemeinschaft der Genossenschaften. Zugleich ist die Anerkennung auch Triebfeder und Anschub für den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.

Hierzu laden wir Sie recht herzlich am 07.04.2017, 10 Uhr (Einlass ab 9 Uhr), zu unserem 22. Delitzscher Gespräch in die Geburtsstadt von Hermann Schulze-Delitzsch ein. Die Tagung findet im Hotel zum Weißen Ross, Rossplatz 2-3, 04509 Delitzsch statt und steht unter dem Titel:

Kulturerbe der Menschheit – Genossenschaften in Entwicklungs- und Schwellenländern

Neben Vorträgen von renommierten Referenten zu Entwicklungshilfe, kooperativem Wirtschaften und Wirtschaftspolitik soll es auch vor dem Hintergrund der Agenda 2030 um die zukünftige Entwicklung der Genossenschaften in Entwicklungs- und Schwellenländern gehen. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Hilfe zur Selbsthilfe? Kooperatives Wirtschaften und Wirtschaftspolitik in Schwellen- und Entwicklungsländern“ statt. Das Programm sehen Sie hier.

Wir bitten Sie bis spätestens 24. März 2017 um Mitteilung, ob Sie an der Tagung teilnehmen. Wir erheben keine Tagungsgebühr und sorgen auch für das leibliche Wohl. Ihrer Anmeldung sehen wir per E-Mail (info@remove-this.genossenschaftsmuseum.de), telefonisch (034202-63864) oder per FAX (034202-300321) entgegen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Delitzsch!

Mitgliederversammlung am 07.04.2016

Im Anschluss an die Tagung findet ab 15:00 die Mitgliederversammlung der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch Gesellschaft e.V. statt.

 

 

Dr. Viehweger und Bürgermeister Herr Schöne freuten sich über die Entscheidung der UNESCO-Kommission.
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur gehörten zu den Gratulanten.

Wir sind Kulturerbe!

 

Seit dem 30.11.2016 steht fest: Die Genossenschaftsidee ist auf die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden. Hiermit werden alle Genossenschaften der Welt gewürdigt.

Den Antrag stellte die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft gemeinsam mit der Deutschen-Friedrich-Wilhelm-Raifeisen-Gesellschaft. Er war die erste deutsche Nominierung für die internationale Liste Immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Bereits seit 2014 ist die Genossenschaftsidee in die nationale Liste aufgenommen worden.

Auf der Seite der Deutschen UNESCO-Kommission finden Sie eine ausführliche Stellungsnahme.

Unsere gemeinsame Pressemitteilung finden Sie hier.

 

 

 

Gründungsmitglied Gerhard Haupt verstorben

 

Am 27. März 2016 ist unser Gründungsmitglied Gerhard Haupt im Alter von 86 Jahren verstorben. Er war viele Jahre Vorstands- und später Kuratoriumsmitglied der Gesellschaft. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

 

 

Nachruf für Professor Dr. Rolf Steding

 

Die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft e. V. trauert um Ihren Mitbegründer Professor Dr. Rolf Steding. Professor Dr. Rolf Steding ist am 8. Februar 2016 im Alter von 79 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben.

Mit Rolf Steding verliert nicht nur unsere Gesellschaft einen ihrer engagiertesten und prägendsten Mitstreiter, sondern die deutsche und internationale Genossenschaftswissenschaft einen ihrer herausragenden Köpfe.

Den vollständigen Nachruf können Sie hier lesen.

 

 

21. Delitzscher Gespräch am 15.04.2016

 

In diesem Jahr beschäftigt sich das Delitzscher Gespräch mit dem Thema "Genossenschaften in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche". Anhand von vier Vorträgen wird die genossenschaftliche Entwicklung in unterschiedlichen zeitlichen Epochen erläutert. Im Anschluss gehen die Teilnehmer der Podiumsdiskussion der Frage nach, welche Chancen und Herausforderungen die Flüchtlingskrise für die Genossenschaften in Deutschland mit sich bringen.

Das Programm können Sie sich hier herunterladen.

Wir freuen uns auf einen spannennden Austausch und Diskussionen sowie über zahlreiches Erscheinen am 15.04.2016 im Hotel "Zum Weißen Ross" in Delitzsch. Um Anmeldung wird gebeten.

Mitgliederversammlung am 15.04.2016

Im Anschluss an die Tagung findet ab 15:00 die Mitgliederversammlung der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch Gesellschaft e.V. statt.

 

 

Bewerbung auf dem Erfolgsweg

 

Gemeinsam mit der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, allen Mitstreitern und Unterstützern freut sich die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft und die Stadt Delitzsch über die am 12. Dezember 2014 verkündete Entscheidung der Kultusministerkonferenz, die „Genossenschaftsidee“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen und im März 2015 als ersten deutschen Vorschlag für die Aufnahme in die Repräsentative UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit zu empfehlen.

Der Vorsitzende des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Christoph Wulf betonte: "Ein schönes Beispiel im bundesweiten Verzeichnis ist sicherlich die Idee der Genossenschaft. Die weltweit ersten Genossenschaften wurden vor rund 150 Jahren in Deutschland gegründet. Bauern, denen damals Geld für Vieh und Saatgut fehlte, konnten durch Zusammenschlüsse verhindern, dass sie weiter verarmten. Das Wirtschaftsmodell fördert seitdem die Praktik des bürgerschaftlichen Engagements in vielen Branchen. Es ist ein Modell der Selbsthilfe und Selbstverwaltung. Allein in Deutschland haben Genossenschaften heute 21 Millionen Mitglieder. Im Zuge der Energiewende haben sie seit 2011 neue Bedeutung erlangt. Genossenschaften bieten auch weniger privilegierten Bevölkerungsschichten neue Möglichkeiten der Teilhabe. Die ethischen Prinzipien wie Fairness und Solidarität haben Einfluss auf das Denken und Handeln der Mitglieder und der ganzen Gesellschaft. In erster Linie geht es den Genossenschaftlern nicht um hohe Gewinne, vielmehr möchten sie zum Wohle aller beitragen"